Wie funktioniert Direkte Demokratie?

Wir sind der Ansicht, dass es besser für das Zusammenleben ist, wenn die Gesamtheit aller Bürger grundsätzlich alle Entscheidungen selbst und direkt bestimmt. Diese Selbstbestimmung der mündigen Bürger nennen wir Direkte Demokratie im Gegensatz zur indirekten Demokratie oder repräsentativen Demokratie.
Wir behaupten, dass die Selbstbestimmung der Bürger besser ist für das Zusammenleben, weil wir dann frei sind. Der freie Mensch stellt seine eigenen Regeln auf, seine eigenen Gesetze zusammen mit den anderen und ändert sie, wenn sie dem Zusammenleben nicht dienen.
In der Direkten Demokratie muten wir es uns Bürgern zu, dass wir uns vernünftig mit allen Fragen des Zusammenlebens befassen. Wir behaupten sogar, dass die Vernunft besser zum Tragen kommt, wenn sich alle Bürger mit der Regelung des Zusammenlebens befassen und abschliessend entscheiden können.
Wir gehen im Vortrag der damit aufgeworfenen Frage nach, wie denn die Bürger zusammen in der Lage sein sollen, ihre Gesetzte selber aufzustellen.

Eröffnungsrede zur Appenzell–Innerrhodner Landsgemeinde 2011
von Landammann Dr. Daniel Fässler

Herr Fässler zeigt auf, weshalb das vor wenigen Monaten vorgelegte "Raumkonzept Schweiz" Anlass gibt, sich um die Zukunft Sorgen zu machen. Nach dem neuen Konzept soll die Schweiz entweder städtisch oder alpin sein − einen ländlich geprägten Handlungsraum, wie sich Appenzell–Innerrhoden und grosse Teile der Ostschweiz einschätzen ist darin nicht vorgesehen. Damit wird die Tatsache, dass ländliche Gegenden Grundfunktionen abdecken und auch das Bedürfnis auf Weiterentwicklung haben durch Nicht-Erwähnung einfach negiert.
Die Städteorte fürchten sich noch immer vor einer Übermacht der Länderorte.

Der Schwur von Landammann und Landmännern und Landfrauen, sich für das Gemeinwohl einzusetzen, nur seinem Gewissen nach zu handeln und kein Geld zu nehmen, um sich beeinflussen zu lassen mit dem Hinweis darauf, dass es eines der grössten Verbrechen ist, sich gegen das Gemeinwohl zu wenden, ist für die Bürgerinnen und Bürger überall in der Welt ein Vorbild, wie man Grundlagen schafft, um trotz immer bestehender Meinungsverschiedenheiten möglichst nahe der besten Entscheidung für möglichst alle zu kommen. Deshalb haben wir ihn HIER als Auszug aus der Verordnung noch gesondert bereitgestellt.
Nach unserem Dafürhalten bedeutet Demokratie nicht Volksherrschaft, sondern ein Zusammenleben ohne Herrschaft, also die Selbstbestimmung des Volkes, nicht einfach eine Mitbestimmung in einzelnen Bereichen am Tisch der Herrschenden. Man spricht auch von der Volkssouveränität im Gegensatz zur Fürstensouveränität. Die Gesamtheit der Bürger, in der Schweiz sprechen wir diesbezüglich vom Souverän, bestimmt über alle notwendigen Entscheidungen. Wir meinen, dass der Einzelne auf diese Art und Weise am meisten seiner angeborenen Freiheit entfalten kann. Damit der Gedanke noch deutlicher wird, dass der Bürger sein Leben unmittelbar bestimmt, reden wir von Direkter Demokratie.
In vorliegendem Vortrag wollen wir mit Ihnen grundsätzliche Fragen zur EU und über die direktee Demokratie durchdenken. Es ist unser erklärtes Ziel, die Grundlagen der direkten Demokratie im In- und Ausland so bekannt zu machen, dass jeder Mensch überlegen kann, ob man auch heute frei und selbstbestimmt leben kann und will oder sich als korporierter eingebundener Mensch in zentralistischen Gebilden einfügen muss, dabei mit wenig Brot und Spielen versorgt wird und regelmässige Kriege in Kauf nimmt.

Kooperationsfähigkeit der Bürger als Grundlage der Direkten Demokratie
Brief zum 1. August 2009

Zum sechsten Mal verschickt unser Verein zum 1. August an alle Gemeindepräsidentinnen, Gemeindepräsidenten und weiteren Mitbürgern, die sich für das allgemeine Wohl einsetzen, einige Überlegungen zur Direkten Demokratie. Wir wollen damit die Grundlagen unserer Direkten Demokratie stärken. Dieses Jahr legen wir den Schwerpunkt auf die Kooperationsfähigkeit.
NEU eine schön gesetzte Österreichische Version.

Weitere Briefe zum 1. August vergangener Jahre finden Sie HIER

Zur Debatte über den Einsatz von Schweizer Soldaten auf Schiffen unter Schweizer Flagge vor Somalia.
Brief an die National- und Ständeräte


Zutrauen in die Fähigkeit zur Selbstbestimmung
Brief zum 1. August 2008

Mit diesem Schreiben zum 1. August wollen wir als Verein für Direkte Demokratie und Selbstver­sorgung die besondere kulturelle Leistung der bürgerschaftlichen Vergesellschaftung in der Schweiz hervorheben. Den Schweizern ist es seit Jahrhunderten gelungen, freiheitliche Gemeinwesen bis hin zu einem Bundesstaat zu bilden, aufrechtzuerhalten, zu verändern, zu verbessern und zu verfeinern. Die Schweiz ist bis jetzt das einzige Land, in dem die Kunst der Direkten Demokratie von den Bürgern im Denken, Fühlen und Handeln ausgeprägt gepflegt wird. In diesem Jahr heben wir ein paar kulturelle Grundlagen unseres selbstbestimmten Gemeinwesens hervor: Das Zutrauen in die Mitbürger, die Bedeutung des Wissens und Könnens, der Mut, eigenständig zu denken und die konstruktive Gesprächskultur. Indem wir an diese kulturellen Errungenschaften erinnern, wollen wir die Volkskultur der Selbstbestimmung und Selbstorganisation freier und gleicher Bürger stärken.

Die Schweizer Demokratie − ein Beispiel für Deutschland?

Für uns bedeutet Demokratie nicht Volksherrschaft, sondern ein Zusammenleben ohne Herrschaft. Das heisst, es handelt sich um die Selbstbestimmung des Volkes, nicht einfach eine Mitbestimmung in einzelnen Bereichen am Tisch der Herrschenden. Wir sprechen auch von der Volkssouveränität im Gegensatz zur Fürstensouveränität. In der Demokratie bestimmt die Gesamtheit der Bürger, was bei uns der Souverän genannt wird, über alle notwendigen Entscheidungen. Damit der Gedanke noch deutlicher wird, dass wir als Bürger unser Leben selbst bestimmen, reden wir von Direkter Demokratie.

Die EU 50 Jahre Verhinderung von Demokratie, von Frieden und Freiheit in Europa


Die politische Kultur des selbstbestimmten Gemeinwesens
Brief zum 1. August 2007

Mit unserem Schreiben zum 1. August regen wir wieder an, bewusst über das Wesen unserer Direkten Demokratie nachzudenken. Als selbstbestimmte, freie und eigenständige Schweizer Bürgerinnen und Bürger wollen wir uns bis zum heutigen Tag im Kleinen und im Grossen selbst verwalten. Deshalb ist es auch nötig, dass wir uns als verantwortungsbewusste Bürger immer wieder klar vor Augen halten, welche Aufgaben sich uns stellen und welche wir lösen müssen, damit unser Gemeinwesen zum Wohl aller gedeihen kann.

Direkte Demokratie, regionale Versorgungssysteme und die Selbstbestimmung der Bürger

Direkte Demokratie ist die Selbstorganisation des menschlichen Zusammenlebens, die die weitestgehende Selbstbestimmung der Bürger anstrebt. Man kann auch sagen, die Direkte Demokratie ist diejenige Form der politischen Willensbildung, bei welcher dem Volk selbst die letzte Entscheidung zusteht. Es ist ein System, das die Volkssouveränität, die Selbstregierung der Bürger, nicht nur proklamiert, sondern systematisch verwirklicht. Direkte Demokratie ist nicht nur eine Fortentwicklung des genossenschaftlichen, freiheitlichen Gedankens von selbstregierten Gemeinschaften, sondern die bis jetzt am weitestgehenden formulierten und praktizierten Umsetzung des Naturrechts, der aufgeklärten Vorstellung vom Wesen des Menschen und ebenso der modernen katholischen Soziallehre, von Grundlagen also, die auch zur Formulierung der allgemeinen Menschenrechte führten. ssen, damit unser Gemeinwesen zum Wohl aller gedeihen kann.

Direkte Demokratie und deren Gefährdungen heute − Einige Gedanken
Brief zum 1. August 2006

Mit diesem Schreiben zum 1. August als Nationalfeiertag des einzigen Landes, das sich in grossem Mass nach den genossenschaftlichen Prinzipien organisiert hat, wollen wir einige Grundlagen unseres Staatswesens hervorheben, die unserer Ansicht nach zu wenig beachtet werden und die durch verschiedene Einflüsse gefährdet sind. Wir wollen mit diesem Beitrag auch in Erinnerung rufen, welche Faktoren das Gemeinwesen Schweiz bis jetzt zu einem weltweit einzigartigen Beispiel auf dem Weg zu einem friedlichen Zusammenleben gemacht haben und − indem wir dies in Erinnerung rufen − vielleicht auch dazu beitragen, dass wir dieses erhalten können.

Direkte Demokratie − Ausgangspunkt für angemessene Lösungen heutiger Probleme
Brief zum 1. August 2005

Gerne laden wir Sie dazu ein, im Vorfeld des 1. August mit uns zusammen wieder einmal zu durchdenken, worin das Wesen unserer schweizerischen direkten Demokratie besteht. Auch glauben wir, dass wir als Schweizerinnen und Schweizer besonders gefordert sind, aus unserem Erfahrungsschatz der in vielen Bereichen gelebten Selbstbestimmung von Bürgerinnen und Bürgern eigenständige Antworten auf die Herausforderungen unserer Zeit zu geben.
NEU eine schön gesetzte Österreichische Version.

Lösungen von Problemen im Sinne des Gemeinwohls und mit allen suchen − Dies entspricht dem Gedanken der freien Genossenschaft und der direkten Demokratie.
Brief zum 1. August 2004

Wir möchten Sie einladen, sich in unsere Gedanken über die direkte Demokratie zu vertiefen. Sie könnten von Interesse sein, da die meisten von Ihnen in der Gemeinde Verantwortung übernommen haben und damit in demjenigen Zusammenschluss von freien Bürgern, der für die Erfahrung von direkter Demokratie entscheidend ist. Es würde uns freuen − falls es Ihre Zeit erlaubt und Sie Interesse haben − wenn Sie unsere weiteren grundlegenden Überlegungen zur direkten Demokratie lesen, die wir Ihnen zu einem späteren Zeitpunkt gerne zusenden.

Unabhängiger mit umweltfreundlicher Sonnenheizung


Heizen mit der Sonne – umweltfreundlich, effizient und kostengünstig

Der Energieverbrauch in der Schweiz und in anderen Ländern steigt kontinuierlich. Der Energieverbrauch bringt grosse ökologische Probleme mit sich, ist teuer, macht uns abhängig von einzelnen Ländern und Grosskonzernen. Darüberhinaus sind einige Rohstoffe wie Öl, Gas und Uran langfristig nicht gesichert. Vor allem wenn man darauf hofft, dass der grösste Teil der Menschheit in mehr Wohlstand leben kann, dabei aber auch viel mehr Energie verbrauchen wird. Darüberhinaus ist es sinnvoller, das Öl zur Herstellung von Produkten zu verwenden als zur Verbrennung. Alle mitdenkende Bürgerinnen und Bürger sind gefragt, zu einer Lösung für diese Menschheitsfrage beizutragen…

Der Landwirtschaft in der Schweiz eine Zukunft geben

Wollen wir gesunde Nahrungsmittel − sogar gentechnikfreie? Wenn die Nahrungsmittel vor al­lem aus dem Ausland kommen, schaut niemand darauf, ob sie ökologisch und gentechnikfrei hergestellt werden, obwohl 70 % bei der Moratoriumsabstimmung dafür waren. Wollen wir sicher sein, dass wir mit Essen versorgt werden können − auch wenn ein Grosskonzern, eine Grossmacht oder kriegerische Konflikte die Nahrungsmitteltransporte nach Europa oder in die Schweiz verhindern? Bei der Ernährung sind wir genauso anfällig für politischen Druck wie andere Länder beim Gas, das Russland vor ein paar Wochen unterbrochen hat. Wir müssen aber politisch eigenständig handeln können, sonst geben wir unsere Freiheit auf…

25 000 deutsche Milchbauern fordern höhere Preise −
Milchlieferstopp angedroht

Die Generalprobe für einen europaweit angedrohten Milchlieferstopp ist gelungen. 25 000 deutsche Milchbauern standen gestern anständig, würdig, aber entschlossen vor den Toren von 110 Molkerein, um einen kostendeckenden Preis von 40 Eurocent pro Liter Milch einzufordern (64 Rappen). Der Bundesverband Deutscher Milchviehhalter (BDM) als Organisator dieser Kundgebungen zur Unterstützung der Molkereien hat damit laut ihrem Vorsitzenden Romuald Schaber in Europa ein Zeichen gesetzt, dass sich die Bauern nicht weiterhin still und leise zum Verschwinden bringen lassen: 5000 müssen derzeit in Deutschland jedes Jahr aufhören…